Was kostet eine Social-Media-Agentur? Die Preise 2026
Kurz gesagt
Monatliche Betreuung: 500 bis 10.000 €. Einsteigerpakete beginnen bei 500 bis 2.500 €, mittlere Betreuung liegt bei 2.500 bis 5.000 €, umfassende Betreuung darüber. Für eine Vollbetreuung nennen die meisten Marktübersichten 1.200 bis 5.000 € netto.
Dazu kommen fast immer: eine einmalige Einrichtungsgebühr von 500 bis 2.000 €, das Werbebudget für Anzeigen (getrennt vom Honorar) und 19 % Umsatzsteuer. Einzelne Beiträge werden mit 100 bis 500 € berechnet, eine Strategie einmalig mit 1.000 bis 5.000 €.
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Die drei üblichen Preismodelle
Agenturen rechnen auf drei Arten ab. Welche angeboten wird, sagt oft mehr über die Zusammenarbeit aus als der Preis selbst.
| Modell | Spanne | Passt, wenn… |
|---|---|---|
| Monatspauschale (Retainer) | 500 – 10.000 €/Monat | dauerhafte Betreuung gewünscht ist |
| Einzelleistung je Beitrag | 100 – 750 €/Stück | der Bedarf schwankt |
| Projekt / Kampagne | 1.000 – 5.000 € einmalig | ein Anlass ansteht (Eröffnung, Relaunch) |
Die Monatspauschale ist der Normalfall. Ihre Staffelung folgt meist der Anzahl der Kanäle und der Beitragsfrequenz — nicht dem Ergebnis.
Was im Preis enthalten ist — und was nicht
Der häufigste Streitpunkt entsteht nicht über die Höhe, sondern über den Umfang. Diese Posten stehen bei den meisten Anbietern nicht im Monatspreis:
- Werbebudget. Das Honorar bezahlt die Arbeit an der Kampagne, nicht die Anzeigen selbst. Beides wird getrennt abgerechnet.
- Fotoproduktion und Videodreh. Meist ein eigener Tagessatz.
- Umsatzsteuer. Agenturangebote sind Nettoangebote; 19 % kommen dazu.
- Einrichtung. Strategie, Kanalaufbau, Onboarding — 500 bis 2.000 € einmalig.
- Community-Betreuung außerhalb der Bürozeiten. Häufig Aufpreis.
- Zusätzliche Kanäle. Der Preis gilt pro Kanal, nicht pauschal.
Praktischer Rat: Vor der Unterschrift eine Beispielrechnung für einen typischen Monat erstellen lassen, inklusive aller Nebenposten. Der Unterschied zwischen Listenpreis und tatsächlicher Rechnung liegt bei kleinen Betrieben häufig bei 30 bis 50 Prozent.
Woran der Preis wirklich hängt
Vier Faktoren bestimmen die Höhe, und nur einer davon ist die Agenturgröße:
- Anzahl der Kanäle. Jeder zusätzliche Kanal bedeutet eigene Formate, eigene Tonalität, eigene Auswertung — nicht dasselbe zweimal veröffentlichen.
- Frequenz. Ein Beitrag pro Woche kostet ein Viertel dessen, was täglich kostet, weil der Aufwand nahezu linear mitgeht.
- Produktionstiefe. Bestehendes Bildmaterial verwenden ist günstig. Video vor Ort drehen ist der teuerste Einzelposten überhaupt.
- Abstimmungsaufwand. Ein Kunde mit einer Freigabeinstanz kostet weniger als einer mit dreien. Das steht in keinem Angebot, wirkt aber auf jeden Preis.
Lohnt sich das für einen kleinen Betrieb?
Die ehrliche Antwort hängt daran, was tatsächlich gebraucht wird. Eine Agentur rechnet sich, wenn Bildmaterial produziert werden muss, Kampagnen laufen sollen oder die Marke erst Kontur braucht. Sie rechnet sich nicht, wenn der Bedarf lautet: regelmäßig etwas Ordentliches veröffentlichen, ohne dass es Zeit kostet.
Für diesen zweiten Fall — den mit Abstand häufigsten bei Handwerk, Gastronomie und lokalen Dienstleistern — liegt der Marktpreis nicht bei 1.500 € im Monat, sondern bei 100 bis 250 €. Der Unterschied ist keine Verhandlungsposition, sondern eine andere Leistungsart: Werkzeug statt Dienstleistung.
Was der Markt für welche Betriebsgröße aufruft
Die üblichen Preisübersichten nennen Spannen für „Unternehmen" — was einem Betrieb mit acht Mitarbeitenden wenig hilft. Nach Betriebsgröße sortiert sieht der Markt so aus:
| Betrieb | Typischer Bedarf | Marktpreis Agentur | Software |
|---|---|---|---|
| Einzelunternehmen, 1–3 Personen | 1 Beitrag/Woche, 1 Kanal | 500 – 1.200 € | 100 € |
| Kleinbetrieb, 4–15 Personen | 1–2 Beiträge/Woche, 2 Kanäle, Newsletter | 1.200 – 2.500 € | 200 € |
| Mittelbetrieb, 16–50 Personen | 3 Beiträge/Woche, 3 Kanäle, Recruiting | 2.500 – 5.000 € | 250 € |
| Mehrere Standorte oder Marken | Koordination, Kampagnen, Ads | 5.000 – 10.000 € | auf Anfrage |
Die Software-Spalte deckt dabei nicht dasselbe ab — Fotoproduktion, Community-Betreuung und Kampagnensteuerung fehlen. Sie deckt aber den Teil ab, den fast alle brauchen und der den Löwenanteil der Agenturrechnung ausmacht: das regelmäßige Erstellen und Veröffentlichen.
Rechnet sich das? Eine Rechnung, die man nachvollziehen kann
Kaum eine Preisübersicht rechnet vor, ab wann sich die Ausgabe trägt. Der Weg dorthin ist simpler, als er klingt: Wie viele zusätzliche Aufträge braucht es, um die Kosten zu decken?
| Agentur 1.500 €/Monat | Software 200 €/Monat | |
|---|---|---|
| Kosten pro Jahr | 18.000 € + 1.000 € Setup | 2.400 € |
| Deckungsbeitrag je Auftrag (Annahme 800 €) | 800 € | 800 € |
| Nötige Zusatzaufträge pro Jahr | 24 | 3 |
| Das sind pro Monat | 2 zusätzliche Aufträge | 1 alle vier Monate |
Zwei zusätzliche Aufträge jeden Monat, dauerhaft, allein aus Social Media — das ist für einen lokalen Betrieb eine hohe Hürde. Drei im Jahr sind eine niedrige. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität der Arbeit, sondern in der Höhe der Schwelle, die überschritten werden muss, bevor überhaupt etwas übrig bleibt.
Für Betriebe, die vor allem Personal suchen, lässt sich dieselbe Rechnung mit anderen Zahlen aufmachen: Eine unbesetzte Fachkraftstelle kostet je nach Gewerk mehrere tausend Euro Deckungsbeitrag im Monat. Wer über einen Kanal eine Stelle schneller besetzt, hat die Jahreskosten einer Software in wenigen Wochen wieder drin.
Die vier Wege im direkten Vergleich
| Selbst | Software | Freelancer | Agentur | |
|---|---|---|---|---|
| Kosten/Monat | 0 € | 100 – 250 € | ca. 500 € | 1.200 – 5.000 € |
| Eigene Zeit/Monat | 9 – 11 Std | 1 – 2 Std | 2 – 3 Std | 2 – 4 Std |
| Start | sofort | am selben Tag | 1 – 2 Wochen | 2 – 6 Wochen |
| Gestaltungsqualität | schwankend | gleichbleibend | abhängig von Person | hoch |
| Ausfallrisiko | hoch (volle Woche) | gering | mittel (Urlaub, Wechsel) | gering |
| Fotoproduktion | selbst | nein | oft ja | ja |
| Community-Betreuung | selbst | nein | oft ja | ja |
| Kampagnen | nein | nein | selten | ja |
Zwei Zeilen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Ausfallrisiko: Beim Selbermachen ist es der häufigste Grund, warum Kanäle sterben. Beim Freelancer ist es Urlaub, Krankheit oder Wechsel des Auftraggebers — mit einer Person hängt alles an einer Person. Gestaltungsqualität: Sie schwankt beim Selbermachen am stärksten, und genau das ist der Punkt, an dem viele Betriebe innerlich aufgeben.
Woran du ein faires Angebot erkennst
Wenn eine Agentur die richtige Wahl ist, hilft eine kurze Prüfliste. Ein gutes Angebot beantwortet diese Fragen von selbst:
- Wie viele Beiträge pro Monat, verbindlich? „Regelmäßige Betreuung" ist keine Menge.
- Wer produziert das Bildmaterial, und ist das enthalten? Der teuerste Posten steht am häufigsten nicht drin.
- Wie viele Korrekturschleifen sind inklusive? Danach wird oft nach Stundensatz abgerechnet.
- Wem gehören die Konten und Inhalte? Die Zugänge müssen dem Betrieb gehören, nicht der Agentur. Sonst beginnt bei der Trennung ein zweites Problem.
- Wie lange läuft der Vertrag, und wie wird gekündigt? Zwölf Monate sind üblich, vierundzwanzig sind ein Warnsignal.
- Was passiert bei Nichtleistung? Ein Monat ohne Beiträge kommt vor; die Frage ist, was dann geschieht.
Ein Angebot, das auf alle sechs Fragen eine klare Antwort gibt, ist auch bei 2.500 € im Monat ein faires Angebot. Eins, das ausweicht, ist auch bei 800 € eines zu viel.
Wann der Agenturpreis gerechtfertigt ist
Damit dieser Text nicht als Agenturkritik gelesen wird: Es gibt Aufgaben, für die 3.000 € im Monat ein fairer Preis sind und ein Werkzeug schlicht nicht in Frage kommt.
- Regelmäßige Videoproduktion vor Ort. Kamera, Schnitt, Regie — das ist Handwerk mit Tagessätzen, und es sieht man am Ergebnis.
- Bezahlte Werbung mit nennenswertem Budget. Ab etwa 1.000 € Werbebudget im Monat zahlt sich professionelle Steuerung durch bessere Ergebnisse meist selbst.
- Mehrere Standorte oder Marken. Koordination ist ein eigener Aufwand.
- Reguliertes Umfeld. Wo jede Aussage geprüft werden muss, braucht es jemanden, der haftet.
Häufige Fragen
Was kostet eine Social-Media-Agentur pro Monat?
Zwischen 500 und 10.000 € netto, abhängig von Kanälen, Frequenz und Produktionstiefe. Einsteigerpakete liegen bei 500 bis 2.500 €, mittlere Betreuung bei 2.500 bis 5.000 €. Für eine Vollbetreuung nennen Marktübersichten üblicherweise 1.200 bis 5.000 €.
Kommt zum Monatspreis noch etwas dazu?
In der Regel ja: eine einmalige Einrichtungsgebühr von 500 bis 2.000 €, das Werbebudget für Anzeigen (wird getrennt vom Honorar abgerechnet), Fotoproduktion oder Videodreh als eigener Tagessatz und 19 % Umsatzsteuer. Der Unterschied zwischen Listenpreis und tatsächlicher Rechnung liegt bei kleinen Betrieben häufig bei 30 bis 50 Prozent.
Was kostet ein einzelner Beitrag?
Ein statischer Beitrag wird marktüblich mit 100 bis 500 € berechnet, ein animierter mit 200 bis 750 €. Eine einmalige Strategie liegt bei 1.000 bis 5.000 €.
Gibt es eine günstigere Alternative?
Für laufende Sichtbarkeit ohne Fotoproduktion und ohne Kampagnen ja: eine Marketing-Software liegt bei 100 bis 250 € im Monat. Sie ersetzt keine Agentur bei Bildproduktion, Community-Betreuung oder Kampagnensteuerung — deckt aber das ab, was kleine Betriebe am häufigsten brauchen.
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Stand: 19.08.2026